Einmal auspacken bitte!

19.04.2022 | feurio!

Wie wichtig sind die richtigen Tools und welches Equipment sollte beim Einsatz immer am Mann (oder der Frau) sein? Wir haben Philipp Balzer, Berufsfeuerwehrmann bei der Feuerwehr Gevelsberg zur persönlichen Ausrüstung befragt.

Name: Philipp
Alter: 30
Einsatzort: Feuerwehr Gevelsberg
Beruf: Berufsfeuerwehrmann
Ausbildung: Kfz-Mechatroniker, Rettungssanitäter, Berufsfeuerwehrmann
Mich fasziniert: Technologie, Hunde im Rudel, Sport
Rituale: Morgens ein Glas Wasser mit Zitrone
Lieblingsessen: Bratkartoffeln

Was ist für Dich bei der persönlichen Ausrüstung besonders wichtig?
Philipp Balzer: In jedem Einsatz trage ich natürlich einen Grundschutz. Dazu gehören u. a. ein Feuerwehr-Schutzanzug und ein Feuerwehrhelm mit Nackenschutz. Aber oft sind es auch die kleinen nützlichen Dinge am Mann, die den Einsatz und die Arbeit echt erleichtern.

Welches Tool hast du bei jedem Einsatz dabei?
Gerade trage ich meine Einsatzjacke natürlich nicht – aber wenn ich da in die Taschen schauen würde, hätte ich schon einiges drin. Immer dabei ist mein Leatherman. Ich finde, das ist ein cooles Multi-Tool, das mir nicht nur bei der Wartung von Geräten und Ausrüstung praktische Dienste leistet. Den nutze ich auch oft privat im Haushalt oder im Campingurlaub. Ist halt echt ein kleiner Alleskönner, auch ideal fürs Brötchenschneiden beim Grillen. Der lässt mich nie im Stich …

Was gehört sonst noch zu deiner persönlichen Ausrüstung?
Ich habe einen Gearkeeper bei mir und seit einiger Zeit auch wieder meine Signalpfeife. Die war ja mal ein traditionelles Warngerät, ist aber zwischenzeitlich durch Funkgeräte fast überflüssig geworden. Heute bekommt sie speziell beim Thema Waldbrand für mich und meine Kollegen eine neue Bedeutung. Man kann über lange Entfernungen warnen und in Gefahrensituationen schnell auf sich aufmerksam machen. Das gibt mir ein gutes Gefühl …

Was hast Du denn zuletzt genutzt?
Das ist ein handliches Dekon Rag. Eigentlich nutze ich dieses Reinigungstuch fast jeden Tag nach der Arbeit. Es gehört für mich zur sicheren Einsatzstellenhygiene und ich habe mich daran gewöhnt, schnell mal eben Hände oder Gesicht sauber zu machen – auch vorm Brötchenschneiden. Ich fühle mich danach einfach besser und habe deshalb immer eins griffbereit in der Seitentasche meiner Hose.

Auf welches Tool würdest du in deinen Einsätzen niemals verzichten?
Meine kleine Wärmebildkamera – die nutze ich bei fast jedem Brandeinsatz. Auch wenn ein Feuer augenscheinlich gelöscht ist, können sich in Wänden oder Deckenverkleidungen noch Glutnester verstecken, die sich damit zuverlässig finden lassen. Super-praktisches Teil und mega-wichtig – sonst steht man nämlich eine Stunde später wieder vor der Tür und löscht noch einmal.

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